Es schneit, es schneit...nicht. Mein Winterbild-Workflow

Mein erster Blogartikel zum Thema ''Bearbeitung'' dreht sich , passend zur Jahreszeit, um den Winter.

Hier möchte ich euch an zwei Beispielen zeigen, wie ich aus einem normalen Allwetterbild, ein düsteres

und winterliches Flair geschaffen habe.

Vorarbeit in Lightroom

In Lightroom tätige ich lediglich 5-10% meiner Bearbeitung. Darunter fallen schlichte Dinge wie Beschneidung & Ausrichtung des Bildes oder der Schwarz/Weißabgleich. Bei diesem Beispiel habe ich direkt auch alle störenden Farben heraus genommen (Grün,Rot,Gelb und Orange) bzw die Blautöne verstärkt. 

 


Photoshop

Der erste Schritt ist immer, störende Elemente aus dem Bild zu entfernen und das Model frei zu schneiden. Das nutze ich das *Schnellauswahlwerkzeug* und korrigiere es mit dem Radiergummi.

MEIN TIPP: nutzt bei Tieren/Fell eine geringere Deckkraft, so vermeidet ihr stumpfe Übergänge. 

 

Ist der Hintergrund nun vom Model ''getrennt'' fange ich mit Ebenen an, die Lichtreflexe bzw Licht&Schatten in den Hintergrund bringen. Im Beispiel sind die Büsche links&rechts abgedunkelt worden. Den vorhandenen Lichteinfall habe ich mit weißem, weichem Licht verstärkt (neue Ebene -> Pinsel und Farbe auswählen -> Filter auf ''weiches Licht setzen'' & Deckkraft anpassen).

MEIN TIPP: benutzt das Verlaufswerkzeug um Licht aus einer Ecke, von oben oder direkt hinter dem Model zu platzieren und es so hervorzuheben. 

 

Gefallen mir Licht&Schatten gut, gehe ich zum Gesamtbild über. 

Hier nutze ich Farbbalance, Selektive Farbkorrektur, Farbton&Sättigung, Dynamik, Helligkeit&Kontrast sowie die Gradiationskurven um das Bild insgesamt farblich bläulich und dunkel zu bekommen.

Spielt einfach mal an den Reglern umher, ihr werdet schnell Routine rein bekommen. 

MEIN TIPP: nutzt die Korrekturen in der Reihenfolge, in welcher ich sie aufgezählt habe. Farblich gehen diese nämlich von ''viel Einfluss'' zu ''weniger Einfluss'' über und ihr müsst bei Nichtgefallen nicht nochmal ganz von vorn beginnen. 

 

Zum Schluss wird das Model scharf gezeichnet. Und dann folgt einer der wichtigsten & zugleich der letzte Schritt: der Dodge & Burn Effekt. 

Diesen hier zu Beschreiben sprengt den Rahmen und nebenbei gibt es dazu unzählige tolle Tutorials auf YouTube. 

MEIN TIPP: schaut euch Calvin Hollywood bzw. seine Videos an !


HALT der Schnee fehlt !

Tatsache, das wichtigste hätte ich euch fast unterschlagen. 

Den Schnee ! Denn dieser darf auf einem Winterbild natürlich nicht fehlen. 

 

Und weil ich euch nicht wieder mit ''guckt euch YT-Videos an'' abspeisen will, gibt es eine ausführliche Beschreibung.

ABER es sei gesagt, dass bereits Photoshop Kenntnisse vorhanden sein müssen um diese Beschreibung auch zu verstehen (sonst findet ihr die Werkzeuge & Buttons nie :p).

 

Ihr erstellt zunächst eine neue Ebene und füllt diese mit 50%Grau. Wendet ein Rauschen an (Rauschfilter, unter Filter zu finden) welches ihr auf 400 hochzieht. 

 

Dann wählt ihr ein beliebiges Rechteck mit dem Auswahl-Werkzeug aus und kopiert es als neue Ebene heraus.

Dieses wird nun per Rechtsklick->frei transformieren so groß gezogen, dass es die gesamte Bildfläche verdeckt.

Nun geht ihr in die Filtergalerie, wählt ''Kanten betonen'' aus und dreht an den Reglern bis euch euer ''Schnee'' gefällt.

Bestätigen, Bild auf negativ setzen und zack -> SCHNEE !

 

Da dieser Schnee noch sehr zackig aussieht geht ihr auf den Gaußchen Weichzeichner und zeichnet ihn so weicher/verschwommener. 

 

MEIN TIPP: wiederholt das Ganze  2-3x und setzt so Schneeflocken unterschiedlicher Größe um die verschiedenen Entfernungen nachzustellen. 

 

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Hanna (Freitag, 13 Januar 2017 22:24)

    Ein sehr schöner und hilfreicher Beitrag!��