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Croatia - with love


Zu allererst möchte ich mit dem Gerücht "Reisen ist teuer" aufräumen. Meine Reise nach Kroatien kostete 450€ wovon allein 250€ den umfangreichen Ausflügen galt. Anreise (Flixbus) und Unterkunft (Hostel) gibt es heutzutage fast geschenkt, also mit der Ausrede "kein Geld" könnt ihr nun nichtmal mehr euer Gewissen beruhigen. 

Als ich nach 25h Anreise in Split ankam, stand eigentlich erstmal schlafen auf dem Programm - doch diese wundervolle Stadt zog mich einfach sofort wieder aus dem Hostel und ehe ich mich versah stand ich auf dem Marjan, einem Berg auf der gleichnamigen Halbinsel westlich von Split, mitten im Naturpark dieser Region. 
Um mich herum tausende AloeVera Pflanzen, noch nie gehörte Tierstimmen und ein sagenhafter Ausblick auf Split und dessen Küste. 


Gebt mir einen Berg und ich bin glücklich - schaut euch die Bilder an, wer wäre es nicht? 
Später entdeckte ich noch einen geheimen und sehr abgelegenen Strandabschnitt mit BeachBar & Lounge...ein göttlicher Tagesabschluss. 

Schon am ersten Tag habe ich mich in dieses Land, diese Stadt und die Natur hier verliebt. Noch nie hat es ein Stück Land zuvor geschafft mich so in seinen Bann zu ziehen. Allein das Geld...auf allen Silbermünzen sind Tiere drauf! Wie für mich gemacht. Mein Hostel lag inmitten der wundervollen Altstadt , am Rand der Hafenpromenade. Zahlreiche sehr liebevoll & stylisch dekorierte Restaurants reihten sich aneinander und boten ein kulinarisches Angebot wie ich es selten erlebt habe. 

 

Ein weiteres Highlight war die Bekanntschaft mit Alex, einem Chilener und ebenfalls Weltenbummler.

Ich bin mir sicher, dass wir uns schon bald wiedersehen werden...

Griechenland? Frankreich? Italien? Spätestens wenn es mich nach Chile zieht, ist ein Treffen wohl unvermeidbar ; )

Gerade sitze ich im Bus zu den Plitvice Lakes - ich werde euch später eine kleine Diashow zusammenstellen. 

An dieser Stelle der versprochene Mehrwert:

Wir Europäer , vor allem wir Deutschen, sind stets zu Skepsis & Zweifeln erzogen.

Wir schleppen Vorurteile in unserer unsichtbaren Gürteltasche mit uns herum, als seien es schussfertige Waffen. 

Wir lassen Menschen und vor allem Fremden, nennen wir sie an dieser Stelle Ausländer, keine Chance sich ohne Stempel auf der Stirn vorzustellen.

Ich nehme mich selbst nicht raus, denn auch mir entglitten alle Gesichtszüge als ich Alex und Thomas in meinem Zimmer entdeckte...

''Zwei Männer...und dann nichtmal Deutsche...'' 

 

Ein Glück waren es keine Deutschen ! Denn unsere verklemmte und egoistische Art wäre wirklich fehl am Platz gewesen.

Selbst meine distanzierte Art konnte die beiden nicht abhalten mich mitziehen zu wollen. 

Das wohl erste Mal im Leben habe ich Bekanntschaft mit dem Gefühl von Weltoffenheit, Toleranz & Losgelassenheit gemacht. 

 

 

 

PS: sitze gerade im Bus zurück...die Natur ist und bleibt die wahrhaftig eindrucksvollste Künstlerin. 

 

 

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