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Gegensätze ziehen sich aus

 

Da mein letzter Post auf Instagram zum Thema ''Außenwirkung'' doch recht viel Anklang gefunden hat, möchte ich diesem Thema heute gern einen ganzen Blogartikel widmen. 

 

Ich glaube, für so ziemlich jede Lebenssituation gibt es heutzutage ein Sprichwort, welches man als passend empfindet. Und wenn nicht, kreiert man eben schnell noch ein neues oder formt ein gegebenes um. 

Stimmt in der Beziehung zum Partner quasi gar nichts überein, kann man sich damit beruhigen, dass ''Gegensätze sich ja anziehen''. Aber stimmt das wirklich?

 

Laut Hirnforschern und Psychologen eher nicht. 

Und auch im Alltag erleben wir, wenn wir mal ehrlich sind, eher das Gegenteil. Im heutigen Artikel soll es speziell um die eigene Wirkung nach Außen beziehungsweise die Gestimmtheit gehen. Wen ziehen wir wirklich an? Was für Signale senden wir wann und welche dringen aus dem Außen überhaupt zu uns durch? Und vor allem: Wie können wir Einfluss auf unsere Gestimmtheit und somit auf unser gesamtes Umfeld nehmen?

 

Du bist nichts ohne die anderen.

 

Soviel sei schon mal gesagt.

Wie ein Arzt ohne Patient , wie ein Psychologe ohne Klient , so bist du nichts, ohne deine Mitmenschen.

Wir Menschen sind von Grundauffassung soziale Wesen und darauf gepolt, im Miteinander zu leben und zu überleben.

All unsere Verhaltensmuster haben sich über Jahrhunderte geprägt und als überlebenssichernd erwiesen. 

 

Wenn ich meinen Küchenschrank öffne, springt mir immer sofort die Tasse mit der Aufschrift ''Ich hasse Menschen'' ins Auge. Überall gibt es Gegenstände & Klamotten mit diesem Spruch. Wie konnte es soweit kommen? Ich habe noch nie von einer Spezies gehört, die sich untereinander hasst.Wäre entwicklungs- und sozialpsychologisch gesehen ja auch vernichtend.

 

Meiner Meinung nach sind die Menschen ihrer Natur fremder als je zuvor. Genau das ist auch der Grund für ''Generation Beziehungsunfähig'' bzw ''Generation Vielleicht''.

 

Du begegnest nur dem, was in dir ist.

 

''Umso mehr du dich selbst definierst, desto geeignetere Menschen ziehst du in dein Umfeld.''

Mein absoluter Lieblingsspruch, nach dem ich seit einigen Jahren auch lebe. Denn er ist so wahr!

Und dient mir vor allem als Selbstreflexion. 

 

Dem entgegen zu stellen wäre: '' Wenn dein Leben eine anhaltende Katastrophe ist, dann nur, weil du selbst eine bist.''

 

Lass diese beiden Sätze erstmal wirken, bevor du weiterliest. 

 

Sympathie zwischen zwei Menschen entsteht nur dann, wenn die ''heimlichen Begleiter'' zweier Personen zusammen passen.

Heimliche Begleiter? Was? Keine Sorge, dazu wird es nächste Woche einen gesonderten Artikel geben :-)

Diesen findest du dann HIER 

 

Kurz gesagt sind die heimlichen Begleiter Automatismen unseres Denkens & Handelns. Sie haben sich über die Zeit zu Verhaltensmustern geformt, die das soziale Zusammenleben wie Klebstoff zusammenhalten beziehungsweise uns eben auch schützen, wenn es ernst wird. Wir können sie sehr vereinfacht gesagt auch Intuition oder Bauchgefühl nennen.

 

 

Laufen wir so durch die Straßen, haben wir selbst nur Antennen für Signale der Menschen, die sich im selben ''Modus'' befinden, wie wir uns selbst auch. Haben wir gute Laune, so nehmen wir ein Lächeln eines Mitmenschen zum Beispiel sofort wahr. Haben wir schlechte Laune oder wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden, so prallt jegliches Signal eines anderen Menschen an uns ab. Wir nehmen es entweder gar nicht wahr oder lassen es im schlimmsten Fall nicht einmal entstehen.

Wer möchte denn auch schon mit einer Miesmuschel flirten?

 

Neben innerer Ruhe ist eine positive Gestimmtheit das, was jeder Mensch anzustreben versucht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass positiv gestimmte Menschen eine äußerst anziehende und oft sogar ansteckende Wirkung auf ihre Mitmenschen haben. Man umgibt sich einfach gern mit ihnen und ist sogar dankbar dafür, wenn ein wenig ihrer positiven Gestimmtheit überschwappt.

Als Beispiel fallen mir gleich zwei Situationen ein, die ich selbst in den letzten Wochen erlebt habe. 

> Ich hatte einen Arzttermin und versuchte gerade an einem Parkautomaten ein Ticket zu lösen, als mir auffiel, dass ich statt 1Euro nur ein 2Eurostück parat hatte. Eine vorbeilaufende ältere Dame sprach mich plötzlich aus dem Nichts an und bot mir einen Euro an, geschenkt. Offenbar hatte sie mein Dauerlächeln und die positive Euro um mich herum dazu bewegt. <

> Als ich meine neue eigene Wohnung kürzlich einrichtete und den Umzug fast gänzlich allein gestimmt habe, kam es mehrfach vor dass Passanten, die mein Bemühen mitbekamen sich entweder anboten, meinen Hausrat ins Dachgeschoss zu schleppen ODER es sogar ohne zu fragen einfach taten. Zu dieser Zeit ging es mir einfach extrem gut, ich lächelte den ganzen Tag und allein das schien Motivation genug für diese Menschen zu sein, zu helfen. <

 

FAZIT: Eine positive Gestimmtheit sendet nicht nur anziehende Botschaften, sie macht es auch erst möglich, dass wir selbst diese positiven Signale von anderen Menschen empfangen können. Das Ziel ist es also, möglichst lang im ''LebensLust-modus'' zu bleiben und auch immer schnell in ihn zurück zu finden, wenn wir mal in den ''Kampfmodus'' beziehungsweise ''Antimodus'' geraten.

 

 

Wenn ich mich verändere, kann ich mein gegenüber verändern

 

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Thema der nächsten Woche: Heimliche Begleiter und wie wir unsere Realität mit ihnen formen können.

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