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TheBigFiveForLife

Warum bist du hier?


Das ist der erste Artikel, bei dem ich wirklich lang überlegt habe, wie ich ihn beginne. Er ist mir so unfassbar wichtig, dass mir einfach am Herzen liegt, dass so viele Menschen wie möglich ihn auch lesen. 


Ich habe mich dann einfach dazu entschieden so zu beginnen, wie immer: frei Schnauze. Bisher kam das bei euch immer am besten an. 


Die großen Fünf


Seit einiger Zeit höre ich regelmäßig Hörbücher über Audible und vor kurzem vielen mir die Bücher von John Strelecky in die Händ...Ohren. Auf die einzelnen Bücher werde ich in späteren Artikeln noch einmal eingehen. Im Großen und Ganzen dreht sich im Leben dieses Mannes alles darum, Menschen zu helfen ihren eigenen Weg, ihr persönliches WARUM zu vermitteln. 

The Big Fife For Live sind demzufolge die fünf LifeGoals, die jeder für sich selbst definieren und stets verfolgen sollte. Sie zusammen bilden den „Zweck der Existenz“ (ZDE), quasi den Sinn des Lebens. Den ja irgendwie jeder von uns ab und an doch mal sucht oder gern kennen würde.


Sinnhaftigkeit ist denke ich für uns alle, (oder zumindest definitiv auch für dich, da du diesen Artikel sonst gar nicht bis hier hin gelesen hättest) eine der höchsten Prioritäten. Etwas zu tun, worin wir keinen Sinn sehen ist einfach nur kräftezehrend. 


Die BigFifeForLife sind allerdings insofern keine Lebensziele, weil es in meinen Augen wenig Sinn macht immer nur Ziele zu verfolgen. Denn oft ändert sich das Ziel, wenn man beginnt den Weg zu gehen.

Soll ich ein Studium beenden, nur weil es eines meiner 5-Jahres-Ziele ist, obwohl ich schon im zweiten Semester merke, dass es überhaupt nicht zu mir passt?

Ziele sind veränderbar und zum einen allein deshalb oft wenig erstrebenswert. 

Entweder stehen sie FEST und zwingen uns dann einen konkreten Weg zu gehen (der eventuell gar nicht mehr zu uns passt - das Leben ist nun mal dynamisch) ODER sie sind instabil und damit eigentlich direkt überflüssig.


Die BigFiveForLife sind eher sowas wie Werte, denen wir aus einem inneren Antrieb schon von kleinauf an folgen. Die Berufung, von der heutzutage alle sprechen quasi. 


Finde dein Warum

Wie findet man seine Berufung, sein Warum, seinen Sinn?

Der Frage jage ich mittlerweile auch schon ein paar Jahre hinterher. Und wenn ich eines gelernt habe, dann, dass man erst findet, wenn man aufhört zu suchen. Oder, wenn man einfach mal auf das schaut, was schon immer da war. 


Deswegen ist der erste Tipp so simple, wie knifflig:


Wer warst du, bevor sie dir gesagt haben, wer du zu sein hast?

Geh mal ganz weit zurück. So weit, wie du dich erinnern kannst, oder so weit, wie es die Bilderalben und Erzählungen deiner Verwandten zulassen. Was waren früher deine Hobbys? Was war dein Traumberuf? Was war dein Liebslingstier? Wie warst du als Kind? 

Und dann geh den Weg imaginär einfach Schritt für Schritt entlang. Wie warst du in der Schule? Zu Mitschülern (Freunden) und zu Lehrern (Vorgesetzten)? Warst du strebsam, rebellisch, schüchtern...? 

Welche Hobbys haben dich fasziniert? Nur eines oder warst du sprunghaft und wolltest ALLES ausprobieren?

Welche Art Menschen hast du angezogen, welche halten können und welche gemieden? 

Es gibt noch tausende Fragen, die ich weiterführend auflisten könnte. Das wichtigste ist, dass du dir diese Fragen alle einmal beantwortest UND das nicht nur mit dem WAS sondern vor allem mit dem WARUM!


Reflektiere !

Warum war das Pferd schon immer mein Lieblingstier? Wofür stehen Pferde denn? Für Freiheit, Kraft, Anmut... aber auch für Zerbrechlichkeit, Sanftmut und Ruhe. Sie sind genauso impulsiv und unberechenbar wie auch sensibel und feinfühlig.

Beginne wirklich alles zu hinterfragen, was in deinem bisherigen Leben passiert ist bzw was dies über dich aussagt. 


Praktische Übungen

Es gibt eine Reihe praktischer Übungen die zb unser Rollenverhalten in Gruppen aber auch einen Teil unserer Persönlichkeit aufzeigt. 

Stell dir vor du befindest dich mit 20 Wildfremden in einem Raum. Alle sollen sich so bewegen, wie es ihnen am angenehmsten ist. Wo bist du?

80% der Leute werden im Kreis, mit dem Strom laufen 

10% laufen entweder außerhalb oder sogar innerhalb des Kreises, dennoch mit dem Strom

5% laufen zwar auf der Kreisbahn aber entgegen dem Strom

und die restlichen 5% laufen querbeet ein


Rate mal, wo ich mich eingeordnet habe, als ich diese Übung vor ein paar Jahren im RealLife mitgemacht habe... ;-)


Die zweite Übung hat etwas mit unserem Nähe-&Distanzverhalten zu tun. Das einzige was du brauchst ist ein Mensch, den du möglichst nicht kennst. Abwechselnd reicht ihr euch bei geschlossenen Augen die Hand. Jeder darf mit der Hand des anderen machen, was er will.

Kannst du deine Hand (dich) anderen hingeben?

Kannst du die Hand eines anderen nehmen (auf andere zugehen)?


Letzteres fiel mir zum Beispiel extrem schwer bzw beinah unmöglich. Seitdem weiß ich auch, was mein größter Makel (nein, meine größte Schwachstelle/Wunde) ist - die Angst vor Sozialer Zurückweisung.


Mein letzter Tipp, sein eigenes WARUM zu finden ist etwas Zeitintensiver:


Lerne & Wachse

Entwicklung kommt von entwicklen. Und das bedeutet Arbeit. Stetig und ständig. Wenn du dich weiterentwickeln willst kommst du um fachliche Lektüre oder gute Bücher einfach nicht drum herum. Alternativ kannst du Podcasts hören. Für diejenigen, deren Geld etwas lockerer von der Hand geht gibt es auch sowas wie LifeCoaches... aber selbst die erzählen euch dann nichts anderes als ich hier gerade. 

Wichtiger Satz in diesem Zusammenhang: Wachstum war schon immer schmerzhaft! Als Kind drückten die Schuhe oder es taten die Knochen mal eine Woche weh. Auch psychisches Wachstum ist oft mit Schmerzen verbunden. Aber es sind gute, denn Schmerzen sind nichts anderes als Probleme, die unseren Körper verlassen. 


Falls du Interesse an ein paar Buchempfehlungen hast, schreib mir gern! 



Mein BIg FIVE FOR LIFE


Zum Schluss möchte ich dir noch meine persönlichen BigFiveForLife vorstellen. Einfach damit du eine Vorstellung davon bekommst, in welche Richtung diese „Lebenswerte“ gehen können. 

Wie groß , wie klar definiert, wie breit gefächert diese Werte sind bestimmt natürlich jeder selbst. Umso klarer definiert, desto greifbarer sind sie allerdings auch.


Mache also aus „Ich möchte viel reisen“ lieber „ich möchte 3x im Jahr verreisen“. 


Lisas BIGFIVEFORLIFE


Reisen: Jedes Land der Welt mindestens 1x bereisen, mindestens 3x im Jahr verreisen

Inspirieren: Menschen mit meiner Sicht auf die Welt inspirieren und zu neuen Dingen antreiben

Gesund leben: durch Sport & Ernährung

Wachsen: mich ständig weiterentwickeln und immer wissbegierig bleiben

Liebe: die Liebe meines Lebens finden & jeden Tag an einer wunderschönen Beziehung arbeiten 


Ja, ich glaube noch immer an die Liebe des Lebens. Ich bin mit dieser Vision aufgewachsen und bin froh und stolz, dass sie mir nach einigen Fehlschlägen noch bis heute ungetrübt erhalten geblieben ist. 


Nach diesen Werten lebe ich jeden Tag. Sie sind mein innerer Antrieb, ohne dass ich groß darüber nachdenken muss. An und an muss ich mich natürlich aber auch auf sie besinnen. In Zeiten, in denen sonst alles sinnlos erscheint, ist es wahnsinnig hilfreich, seinen eigenen Sinn zu kennen! 



Abschließen möchte ich diesen Artikel mit einer kleinen Metapher. John S. spricht in seinem Buch unter anderem vom Lebensmuseum:


Stell dir vor, nach deinem Tod würde ein Museum für dich errichtet werden. Ein Museum, in dem alle Erinnerungen an dich, alles was du jemals getan hast, ausgestellt wird. Was würde dort zu sehen sein? 

Die Erinnerung an uns sieht nicht so aus, wie wir uns unser Leben vorgestellt haben, sondern so, wie wir es wirklich gelebt haben.

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